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Der Vorfall ereignete sich am Montag den 9. Februar 2009 am späten Nachmittag. Ich habe mir diesen Tag in meinem Kalender rot angestrichen, weil ich ihn bestimmt nicht so schnell vergessen werde. Ich werde Dir jetzt mal genau der Reihe nach berichten, was da geschehen ist. Unser Pflegegast die Mädy hat erschnüffelt, dass meine Märy in der Küche das Abendessen zubereitet und ist gierig wie Dackelmädchen nun mal sind vom Sessel gesprungen !


Ich habe mir lange überlegt ob ich ihr nachfolgen soll, denn es könnte ja sein, dass in der Küche ein schmackhaftes Häppchen nebenbei auf uns wartet.....................
“Nebenbeihäppchen” warten nicht wenn Mädy in der Nähe ist, die werden sofort verschlungen ! Also schnell der Mädy hinterher, damit ich nichts verpasse. Ich hechtete runter vom Sessel auf den Teppich und blieb wie angewurzelt stehen. Whow ! Was war das für ein sonderbares Gefühl in der Leistengegend? Ist es das, was die Menschen Orgasmus nennen ? Das ist ja irre, es hört garnicht mehr auf.......... was ist schon ein “ Nebenbeihäppchen “ gegen einen Orgasmus? Naja, ich ging dann trotzdem mal rüber in die Küche, da gab es nichts nebenbei, aber ich hatte ja noch immer dieses wahnsinnig irre Gefühl. Am Dienstag merkte ich morgens, dass meine Hinterbeine nicht so recht mit den Vorderbeinen nachkommen wenn ich laufe und die Bordsteinkante beim Gassi gehen muss über Nacht auch erhöht worden sein. Ich habe mich dann abends auf den Teppichboden im Wohnzimmer entlang des Sofas gelegt und habe mich vom Dicken streicheln und massieren lassen, der oben auf dem Sofa lag und ferngesehen hat. Am Mittwoch wollte ich wie immer morgens den Dicken aufwecken, bin aber andauernd zur Seite gekippt, weil meine beiden Hinterbeine an mir hingen, als würden sie nicht zu mir gehören. Da hat mich meine Märy sofort zum Tierarzt gefahren und ich habe eine Spritze gegen die Schmerzen bekommen. Am Donnerstag sollte ich dann noch einmal zum TA und habe den Rest vom Mittwoch nur noch geschlafen. Am Donnerstag meinte der TA, ich hätte einen Bandscheibenvorfall bekommen und meine beiden Hinterbeine zeigen schon erste Lähmungserscheinungen. Man kann versuchen solche Beschwerden mit Spritzen zu heilen, die man sechs Wochen lang jeden zweiten Tag bekommt. Eine Garantie das die Spritzen auch tatsächlich helfen gibt es aber nicht. Dann kann man noch operieren mit Aussicht auf Erfolg, oder man kann die Leiden mit der “ Engelmacher-Spritze” verkürzen. Ich habe jedes Wort des Tierarztes verstanden und habe mir nicht anmerken lassen, wie geschockt ich war. Was Spritzen sind weiß ich, aber was ist eine Operation ? Ich vertraue meinen Zweibeinern, sie werden schon richtig entscheiden! Mittags hat dann der Dicke lange mit einer Tierklinik telefoniert und hat auch gleich für 15:30 Uhr einen Termin zur nochmaligen Untersuchung bekommen. Der Doc in der Klinik hat die Diagnose von unserem TA nur bestätigt und hat gemeint, je früher man operiert, je höher sind die Chancen auf vollständige Heilung. Dann hat er eine meiner Vorderpfoten mit der Haarschneidemaschine kahl rasiert und hat mir eine Spritze gegeben. Sonderbar, der Erpel mit einem Cowboyhut auf dem Kopf und einem Pferdesattel auf dem Rücken kam mit der französichen Fahne im Maul angerannt und rief mir zu: “Springt auf Kumpel Tschambes, wir machen einen Ausritt am Strand entlang...........” Ich hörte wie das Meer rauscht und dann kam die Odini-Beanie aus dem Wasser und hatte einen Schinkenknochen auf einem schwimmenden Holzbrett neben sich.........................und hat mir zugewinkt.................oder? Hundeelend bin ich aufgewacht und habe mal den Kopf gehoben, weil es so sonderbar gerochen hat. Ich hörte andere Hunde, kein Dicker, keine Märy in Sicht, wo war ich? Ich lag regungslos und habe abgewartet. Dann kam der Doc der Klinik und hat mich angesprochen und mal angeschaut, dann ging er wieder. Also lebe ich noch und habe nicht die “ Engelspritze “ bekommen. Ey, war das nicht die Stimme von meiner Märy? Natürlich , das war sie, boah, jetzt bin ich aber erleichtert ! Ich rannte mit ihr zusammen aus der Klinik zum Auto! Wirklich, ich rannte ! Zwar nur wenige Schritte, aber ich hatte wieder HInterbeine ! Zuhause roch ich sofort die ekelhaften schwarzen Zigarren vom Dicken und ich sah wie er sich freute mich wieder um sich zu haben. Ich dachte noch für mich, eigentlich riechen die Zigarren nicht mal so schlecht und zuhause hat sich auch nichts verändert, Mädy schaut noch immer so arrogant aus!

Als wir dann mittags wieder zusammen Gassi gingen und ein paar Scheeflocken auf meinem Rücken gelandet sind , habe ich erst bemerkt, dass mir da ein großes Stück von meinem Fell fehlt. Der Dicke hat ein paar Fotos gemacht , weil mir das sonst niemand glaubt.





Ist “ Sparschweinchen” eine Beleidigung für einen Hund? Der Dicke nennt mich manchmal so.
Alles ist absolut sicher vernäht, ich kann mich auch ganz krumm machen.........
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Die Heimatstadt vom Dicken............*ggg*

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